Ukraine-Krise: Ukraine verweigert männlichen Russen zwischen 16 und 60 Einreise

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Nach der Kaperung dreier ukrainischer Marineschiffe durch russische Grenzschutzboote vor der Meerenge von Kertsch hat die Ukraine Mittwoch für 30 Tage das Kriegsrecht über einige Landesteile verhängt. Die Einreise wird ausnahmsweise jenen gestattet, die aus humanitären Gründen in die Ukraine reisen wollen, zum Beispiel um an einer Beerdigung teilzunehmen, so Zigikal.

Prinzipiell galt die Regelung bereits seit April 2014.

Der ukrainische Ministerpräsident Wolodimir Groisman forderte Deutschland und die EU unterdessen auf, angesichts der Krise zwischen Moskau und Kiew die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen. Der Grund für die Einreisesperre sei Angst, Russland werde in der Ukraine private Armeen aus Vertretern der russischen Streitkräfte bilden.

Schon seit Jänner dieses Jahres müssen alle Russen ihre Fingerabdrücke bei einem Grenzübertritt abgeben. In Diskussion befinden sich seit Längerem eine vorherige Abstimmung der Reiseroute und die Einführung der Visapflicht für russische Staatsangehörige.

"Um an der Macht zu bleiben, stürzt Präsident Poroschenko sein Land in ein neues Abenteuer, das sowohl für die Ukraine selbst als auch für die europäische Sicherheit katastrophale Folgen nach sich ziehen könnte". Die ukrainische Regierung bestreitet das und wirft Russland "Aggression" vor. "Die Eskalation im Asowschen Meer hat das wieder einmal gezeigt", sagte Groisman der deutschen "Welt" (Freitag-Ausgabe). Die Ukraine werde "kämpfen und ihre Souveränität verteidigen". Keiner von ihnen halte sich mehr in der Haftanstalt von Simferopol auf der Halbinsel Krim auf.

Dabei wurden die ukrainischen Matrosen festgesetzt.

Die Grünen forderten Merkel dazu auf, zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem ukrainischen Kollegen Poroschenko zu vermitteln.

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