Dänemark will straffällige oder abgelehnte Ausländer auf Insel schicken

Einstellen Kommentar Drucken

Dänemark will die Vorschriften für Asylbewerber verschärfen. Die Mitte-rechts-Regierung und die sie unterstützende rechtspopulistische Dänische Volkspartei einigten sich unter anderem darauf, eine Obergrenze für Familienzusammenführungen einzuführen.

Darüber hinaus soll ein Zentrum auf der nur sieben Hektar großen Insel Lindholm ab 2021 Ausländer beherbergen, die wegen Straftaten oder abgelehnter Anträge Dänemark verlassen müssen.

Das Veterinärinstitut der Technischen Universität betreibt auf der Insel derzeit Virusforschung.

Peter Skaarup, Fraktionsvorsitzender der Dänischen Volkspartei, sagte: "Jetzt sagen wir den Menschen vom ersten Tag an, dass sie nicht für den Rest ihres Lebens in Dänemark bleiben können". Laut "Bild"-Zeitung soll dort auch an Tierseuchen wie Tollwut oder Schweinepest geforscht werden".

Laut dänischen Medien ziehen die Forscher im kommenden Januar ab, übergeben Lindholm dann dem Staat. Tagsüber sorgt eine Fähre für die Anbindung der Insel ans Festland.

Die Regierung und die Dänische Volkspartei trafen eine Haushaltsvereinbarung für 2019, in der auch die strengeren Vorschriften für abgelehnte Asylbewerber enthalten sind. Abgelehnte Asylwerber bekämen nur noch vorübergehend eine Unterkunft, bis sie nach Hause zurückkehren können, erklärte Jensen.

Seit mehreren Jahren fährt Dänemark einen unbarmherzigen Kurs gegen Flüchtlinge, der Asylsuchende davon abhalten soll, ins Land zu kommen. Das Parlament beschloss mehr als 70 Gesetzesverschärfungen in weniger als vier Jahren - darunter zum Beispiel das "Schmuckgesetz" von 2016, das die Polizei ermächtigt, Flüchtlingen alle Wertgegenstände abzunehmen, die sie bei sich haben.

Comments