Duisburg/NRW: Totes Baby "Mia" in Altkleider-Container in Polen gefunden

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Polizisten aus Duisburg und Polen arbeiteten mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls. Als Ablageort für die Babyleiche kommen den Angaben zufolge insgesamt rund 300 Altkleidercontainer in der Ruhrgebietsstadt in Frage.

"Wir gehen davon aus, dass die Kleine in der Zeit zwischen 31. Oktober und 8. November abgelegt wurde". Das kleine Mädchen wurde bereits am 17. November beim Sortieren von Altkleidern in Kielce entdeckt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Duisburg mitteilte. Bei der Leerung des Altkleider-Containers wurde es offenbar nicht bemerkt.

"Dieser wird jetzt genauestens nach Spuren, unter anderem DNA oder Fingerabdrücke der Mutter, untersucht", sagte Polizeisprecherin Jacqueline Grahl. Zuvor hatte sie bereits mitgeteilt, dass erste Hinweise eingegangen seien. Das neugeborene Mädchen, dem die Polizei den Namen Mia gab, war in einer Sortieranlage für Altkleider im polnischen Kielce entdeckt worden. Etwa 400 Altkleider-Container müsse die Polizei einzeln absuchen. "Die Obduktion ist abgeschlossen, aber die Ergebnisse liegen uns noch nicht vor", sagte Grahl.

Die Todesumstände des Babys sind unklar.

Mit einem Transport von Altkleidercontainern ist das neugeborene Kind von Duisburg dann nach Polen gelangt.

Gesucht werde eine Frau, deren Wesen sich in den vergangene Monaten verändert habe, erklären die Ermittler auf Nachfragen des "WDR".

Rufen Sie für "Mia" jederzeit das Duisburger Kriminalkommissariat 11 unter 0203 280-4508 an. Die Beamten schreiben: "Auch die Mutter, die sich sicherlich in einer Ausnahmesituation befindet, benötigt womöglich Hilfe". Dazu zählten auch auffällige Gewichtszu- oder abnahmen, Änderung des Kleidungsstils, Vermeidung von Sport, verändertes Freizeitverhalten oder Meiden sozialer Kontakte. Jeder noch so abwegig erscheinende Hinweis ist wichtig und wird diskret behandelt.

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