Microsoft löste Apple als wertvollstes US-Unternehmen ab

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Microsoft musste 2010 die Krone des wertvollsten US-Börsenunternehmens an den Smartphone-Hersteller abgeben.

Nur vier Monate nach Erreichen eines Börsenwertes von einer Billion Dollar hat Apple am Mittwoch die Krone des wertvollsten US-Börsenkonzerns an Microsoft abgegeben. Aufwärts ging es, seit Satya Nadella 2014 Microsoft-CEO wurde. Diese sind zuletzt aufgrund zu hoher Preise und fehlender Innovationen jedoch immer weiter zurückgegangen und haben dem Unternehmen vor Kurzem einen Wertverlust von über 300 Milliarden Dollar an der Börse beschert.

Dazu wird Office 365 im Abonnement angeboten, sodass Unternehmen nicht alle paar Jahre neue Software kaufen müssen, sondern automatisch die neuesten Versionen der Programme erhalten. Microsoft hingegen kann sich neben den Cloud-Diensten auf Einnahmen aus dem Verkauf von Windows-Betriebssystemen, Microsoft-Surface-Geräten, Xbox-Konsolen und Software stützen.

Unter Nadellas Vorgänger Steve Ballmer hatte Microsoft zwar den Trend hin zu mobilen Endgeräten verschlafen, doch dafür konnte der Konzern seine Position im Unternehmensgeschäft festigen. Zudem zeigt der Konzern den Anlegern, dass er eine Zukunftsvision hat: Er betreibt Grundlagenforschung etwa zu Quantencomputern oder Software für Augmented Reality-Anwendungen. Die Cloud-Services sind dabei flexibel und nahtlos mit der Software verbunden.

Durch das stetig wachsende Cloud-Geschäft macht sich Microsoft unabhängig von einzelnen Produkten und schwankenden Märkten. Für Apple gilt auch, dass die neuen iPhone-Modelle die Absatzerwartungen nicht erfüllen. Auslöser des Ausverkaufs war aber nicht nur der Zollstreit der USA mit China, sondern eine Warnung von Apple-Chef Tim Cook, wonach der Umsatz im wichtigen Weihnachtsquartal unter den Markterwartungen liegen könnte.

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