Russland: Putin schließt Frieden mit derzeitiger ukrainischer Regierung aus

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Der französische Präsident Emmanuel Macron hat bei einem Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin die internationalen Krisen in der Ukraine und in Syrien angesprochen. "Das ist eine Partei des Krieges, und solange sie an der Macht ist, werden Tragödien dieser Art und der Krieg andauern", sagte er. Ständig mache sie die angebliche russische Aggression für ihre Misserfolge verantwortlich.

Merkel war nach einer technischen Panne ihres Regierungsflugzeugs mit rund zwölf Stunden Verspätung zum G20-Gipfel in Argentinien eingetroffen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte nach dem Treffen mit Putin auf dem G20-Gipfel erklärt, sie sei mit Putin übereingekommen, dass zu dem Konflikt weitere Gespräche auf Ebene der Berater im sogenannten Normandie-Format stattfinden sollen.

Deutschen Medienberichten zufolge sagte der Sprecher, die Kanzlerin sei für die Freiheit des Schiffsverkehrs durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer eingetreten. Durch die Vermittlung Deutschlands und Frankreichs im Normandie-Format unter Beteiligung der ukrainischen und russischen Seite war es gelungen, 2015 das Abkommen von Minsk zu schließen, das den Konflikt eindämmte, gegen das allerdings immer wieder verstoßen wird. Mehrere ukrainische Marinesoldaten wurden verletzt, 24 Besatzungsmitglieder festgenommen und später nach Moskau gebracht. Im Gegenzug verweigerte Russland 40 Ukrainern die Einreise.

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine war am vorangegangenen Wochenende nach einer Konfrontation im Schwarzen Meer in der Straße von Kertsch abermals eskaliert.

Russland und die Ukraine schieben sich gegenseitig die Schuld für die jüngste Konfrontation zu. Als Reaktion verhängte Kiew ein 30-tägiges Kriegsrecht in den Küsten- und Grenzregionen und schränkte die Einreise von russischen Männern drastisch ein. Das Verteidigungsministerium will ab Montag Reservisten zu Übungen einberufen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. Dezember 2018 um 17:00 Uhr.

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