Trump und Xi sprachen über Handelskonflikt

Einstellen Kommentar Drucken

Demnach sollen keine zusätzlichen Zölle nach dem 1. Januar erhoben und die Verhandlungen zwischen beiden Seiten fortgesetzt werden.

Der angekündigte Jobabbau bei General Motors hat US-Präsident Donald Trump verärgert.

Dies teilten beide Regierungen am Samstag nach dem Abendessen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping mit, das im Anschluss an den G20-Gipfel in Buenos Aires stattgefunden hatte. Im Handelsstreit mit den USA hat China die Zölle auf importierte Autos um 25 auf nun 40 Prozent heraufgesetzt, für alle anderen Länder dagegen um 15 Prozent gesenkt. Chinas Außenminister Wang Yi bestätigte die Vereinbarung, erwähnte aber die Frist von 90 Tagen nicht. Wang Yi sprach von einer "wichtigen gemeinsamen Übereinkunft und "sehr positiven und konstruktiven" Gesprächen". "Nur durch Zusammenarbeit können wir unserem Interesse an Frieden und Wohlstand dienen", betonte er. Ziel: im seit Monaten erbittert geführten Handelsstreit das Kriegsbeil zu begraben. Die Begegnung sah er als gute Gelegenheit an, um Ideen auszutauschen. Kooperation sei daher das Mittel der Wahl für China und die USA.

Vor dem Treffen Trumps mit Xi hatte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, bereits zur Vernunft bei der Verhängung von Zöllen aufgerufen: "Die richtige Politik zu wählen ist entscheidend, für einzelne Staaten, für die Weltwirtschaft und für Menschen überall auf der Welt", hieß es in einer Erklärung Lagardes.

In den vergangenen Wochen hatte Trump den Druck erhöht, in dem er damit drohte, weitere Importe im Wert von 256 Milliarden US-Dollar auch mit Sonderzöllen belegen zu wollen, falls China ihm nicht ausreichend entgegenkommt.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte in Buenos Aires die Hoffnung, dass das Treffen zwischen Trump und Xi "Lösungen" bringe. "Denn wir alle, das merken wir, sind indirekt davon beeinflusst, wenn die chinesisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen nicht so reibungsfrei laufen, wie eine Weltordnung das braucht", sagte Merkel.

Trump und Xi saßen mit kleineren Delegationen fast zweieinhalb Stunden beim Abendessen (argentinische Steaks) zusammen. Chinas Vize-Aussenminister Wang Shuwen berichtete, in den Verhandlungen gehe es darum, "alle zusätzlichen Zölle zu beseitigen" - auch die zu Beginn des Handelsstreits schon verhängten 25-prozentigen Zölle auf weitere Einfuhren aus China im Wert von 50 Milliarden US-Dollar. Auch würden keine zusätzlichen Abgaben auf weitere Importe erhoben, berichtete der Vizeminister.

Comments