Ende der Zeitumstellung kommt laut EU-Minister frühestens 2021

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Die Abschaffung des jährlichen Wechsels von Sommer- auf Winterzeit in der EU kommt nicht im nächsten Jahr. Der hier zuständige Minister Peter Altmaier (60, CDU) zu BILD: "Das Ergebnis der EU-Umfrage zur Zeitumstellung hat eindeutig ergeben: Die Menschen wollen nicht mehr alle sechs Monate an den Uhren drehen und die meisten wünschen sich eine dauerhafte Sommerzeit". Insgesamt hat die EU mehr als eine halbe Milliarde Einwohner.

Bürger der EU müssen noch mindestens vier Mal die Zeit umstellen: Der österreichische Verkehrsminister bestätigt, dass die Abschaffung ab 2019 auf Widerstand bei mehreren EU-Staaten stößt. Welche Zeit in den einzelnen Ländern gilt, ist indes nationale Angelegenheit. Doch andere Länder hätten damit Probleme gehabt. Die EU-Staaten sollen wählen können, ob sie dauerhaft Winter- oder Sommerzeit haben wollen.

Nach Angaben von Hofer ist die EU-Kommission am Zug. Hofer betonte: "Das darf eben nicht sein".

"Es wäre unsinnig, wenn Deutschland oder Ungarn und Italien und Österreich unterschiedliche Zeitsysteme hätten", sagte der österreichische Minister Hofer. Es könnten viele weitere hinzu kommen, wenn keine Einigung über das Ende der Zeitumstellung erreicht wird.

Derzeit gibt es in Mitteleuropa eine große Zeitzone von Polen bis Spanien, zu der Österreich, Deutschland und 15 weitere EU-Länder gehören. Einigen sich alle auf Winterzeit, würde es in Warschau im Sommer schon um 3.00 Uhr hell. Vielleicht sei sie also nötig, um die grosse mitteleuropäische Zeitzone zu bewahren, geben Diplomaten zu bedenken. Sein Land wäre für eine sehr rasche Abschaffung der Zeitumstellung gewesen, sagte Hofer am Montag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Deshalb habe Österreich als Kompromiss die Verschiebung vorgeschlagen. "Hätten wir darauf bestanden, das sofort zu machen, wäre der Vorschlag gescheitert und die Zeitumstellung wäre nicht zu beenden gewesen", sagte der Verkehrsminister.

In den EU-Staaten und auch in der Schweiz werden seit 1996 am letzten Sonntag im März sowie am letzten Sonntag im Oktober die Uhren jeweils eine Stunde umgestellt.

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