Ermittler nehmen Mutter fest - und entdecken zweite Babyleiche

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Neue Wendung im Fall des in Polen tot aufgefundenen Babys aus Duisburg: Wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt, stießen die Ermittler auf die Spur der mutmaßlichen Mutter des toten Kindes. Nach Zeugenhinweisen durchsuchten Polizisten in der Nacht zu Samstag (1.12.) die Wohnung der 35-jährigen. Sie fanden umfangreiches Beweismaterial, darunter blutige Leintücher sowie die weitere Kinderleiche.

Die Frau gestand die Geburt dieses Kindes. Ein Richter hat gestern Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

Beim Sortieren von Altkleidern aus Duisburg ist in Polen die Leiche eines neugeborenen Mädchens gefunden worden.

Das Neugeborene muss zwischen dem 31. Oktober (Mittwoch) und dem 8. November (Donnerstag) in einem Altkleider-Container der Wirtschaftsbetriebe Duisburg abgelegt worden sein. Bei der Durchsuchung der Wohnung der 35-Jährigen in Duisburg sei eine weitere Babyleiche entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Das städtische Jugendamt hatte die Frau betreut.

Im Fall "Mia" haben Ermittler einen zweiten grausigen Fund gemacht. Die Sprecherin von Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) zeigte sich in einer Mitteilung vom Sonntagabend "zutiefst erschüttert". "Unklar ist noch, was der Grund für ihren Tod war und wann der Tod eintrat", sagte Daniel Prokopowicz, Sprecher der Bezirksstaatsanwaltschaft in Kielce zu BILD.

In der polnischen Stadt Kielce hatten die Mitarbeiter eines Unternehmens vor einigen Tagen in einem Altkleidercontainer zwischen ausrangierten Hosen, Jacken und Kleidern einen toten Säugling entdeckt. Endgültige Ergebnisse sollten in mehreren Wochen vorliegen. Bei den gemeinsamen Ermittlungen sei unter anderem die Route des Fahrzeugs, in dem die Altkleider nach Polen gebracht wurden, geprüft worden.

Am Samstag wurde in Polen ein totes Baby in einem Altkleider-Container gefunden. Bisherigen Erkenntnissen zufolge wurde der Wagen nach dem Start in Duisburg nicht geöffnet.

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