Geoblocking abgeschafft: EU-weites Online-Shopping wird einfacher

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Verbraucher in Europa können künftig leichter im Internet einkaufen. Damit soll der Wettbewerb gestärkt werden. EU-Bürger dürfen in Zukunft weder von Einkauf von Produkten aus anderen Mitgliedstaaten ausgeschlossen werden, noch mehr dafür bezahlen müssen oder von unterschiedlichen Bedingungen für den Zahlungsvorgang betroffen sein. Die neue EU-Regelung gegen Geoblocking beim Online-Shopping trat heute in Kraft.

Die Verordnung untersagt zum einen, dass Kaufinteressenten durch sogenannte "Redirects" auf lokale Online-Angebote umgeleitet werden und daher nicht auf möglicherweise günstigere Angebote aus dem europäischen Ausland zugreifen können.

Die neue Verordnung verbietet es, Kunden aufgrund ihres Aufenthalt- oder Wohnortes zu diskriminieren.

Die Brüsseler Behörde mahnte an, dass die Staaten wirksame Strafen bei Verstößen anordnen müssten.

"Mit den neuen Vorschriften bekommen die Verbraucherinnen und Verbraucher eine größere Auswahl zu wettbewerbsfähigen Preisen und damit auch bessere Angebote", teilte der zuständige EU-Kommissar Andrus Ansip mit. Die EU-Staaten und das Europaparlament hatten sich vor einigen Monaten nach mehrjährigen Verhandlungen auf die Gesetzesänderung geeinigt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Anbieter in Deutschland seinen Online-Shop für andere EU-Länder sperrt oder deren Bewohner auf eine eigene Seite mit höheren Preisen weiterleitet. Es muss auch nicht geliefert werden, wenn es rechtliche Hürden gibt - beispielsweise bei der Lieferung von Feuerwerkskörpern.

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