Handelsstreit USA und China - Xi und Trump finden vorläufige Lösung

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Mit beiden Schritten war die Hälfte aller Importe aus China im Gesamtwert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar betroffen.

Die USA und China treten in ihrem mit Zollerhöhungen ausgetragenen Handelsstreit auf die Bremse. Eine angedrohte Anhebung bisheriger Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Importe im Umfang von 200 Milliarden Dollar zu Jahresbeginn 2019 auf 25 Prozent werde für 90 Tage ausgesetzt, teilte das Weiße Haus nach einem mit Spannung erwarteten Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping nach dem G20-Gipfel am Samstag in Buenos Aires mit.

Trump und Xi seien übereingekommen, keine weiteren Sonderzölle auf Importe zu verhängen. Zudem sollen die Verhandlungen zu Streitfragen wie dem Schutz geistigen Eigentums oder Technologietransfer fortgesetzt werden.

Diese Zeit muss China nun dringend nutzen, um endlich Klarheit zu schaffen, ob die Markt-Öffnung von der Xi Jinping seit Jahren redet, wirklich weiter stattfinden soll oder nicht.

Und genau diese Frage setzt Xi Jinping zunehmend unter Druck: Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass seine Partei da sehr gespalten ist. US-Präsident Trump twitterte, Peking wolle die Zölle auf US-Importautos reduzieren. Der Satz bleibe bei zehn Prozent. China habe sich im Gegenzug bereit erklärt, eine nicht näher vereinbarte, "aber sehr bedeutende Menge" an Produkten aus der Landwirtschaft, dem Energie- und Industriesektor sowie anderen Wirtschaftszweigen aus den USA zu importieren, berichtete Sanders. Neue Verhandlungen werden aufgenommen, um eine Lösung zu finden. Die chinesische Seite erwähnte das amerikanische Ultimatum nicht. "China hat zugestimmt, von sofort an landwirtschaftliche Waren von unseren Bauern zu kaufen", sagte Sanders. Nebenbei konnte die US-Seite erreichen, dass der Export des synthetischen Opiats Fentanyl mit Ziel USA in China unter harte Strafen gestellt werden soll - in den Vereinigten Staaten kämpft Trump gegen die flächendeckende Ausbreitung des Missbrauchs von verschreibungspflichtigen Medikamenten - inzwischen ein großes gesellschaftliches Problem im Land. Die Volksrepublik habe eingewilligt, Zölle auf Autoimporte aus den USA zu senken und zu beseitigen. Die Regierung in Peking habe zugesagt, die Abgaben zu "reduzieren und zu entfernen", die derzeit bei 40 Prozent liegen, erklärte Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter.

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