Jack Wolfskin wird an US-Golfausstatter Callaway verkauft

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Nicht nur, weil Jack Wolfskins Darlehen nun zu par abgelöst werden, sondern weil darüber hinaus auch noch ein positiver Verkaufserlös von vermutlich deutlich mehr als 100 Millionen Euro anfällt. Die Investoren hatten die Marke erst vor einem Jahr vom Private-Equity-Fonds Blackstone übernommen.

Der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin aus Idstein (Rheingau-Taunus) teilte am Freitag mit, er gehe für 418 Millionen Euro vollständig an den US-Golfausrüster Callaway Golf Company. "Die Transaktion ist ein wichtiger Schritt für unsere Marke, und wir sind sehr froh, mit Callaway einen strategischen und langfristigen Eigentümer zu bekommen", erklärt Melody Harris-Jensbach. Jack Wolfskin sei eine Premium-Outdoor-Marke und habe eine große Reichweite, vor allem in Europa und in China, sagte Callaway-Chef Chip Brewer. Die Amerikaner ihrerseits wollen ihr Geschäft mit Golfausrüstung mit der sportlichen Lifestyle-Bekleidung von Jack Wolfskin ergänzen. Dass künftig auch Jack Wolfskin dazu gehört, ist für den Hersteller von Wetterjacken, Wanderschuhen und Trekkingausrüstung die große Chance, endlich wieder zur Ruhe zu kommen. Zudem steigt der Wettbewerbsdruck, und eine teure Expansion nach China hatte die Firma mit dem Tatzenabdruck im Firmenlogo viel Kraft gekostet. Die Investmentfirmen Bain Capital, H.I.G. Der Umsatz 2017 lag weltweit bei 334 Millionen Euro. Nach harten Jahren hatte die Marke zuletzt im Geschäftsjahr 2017/18 den Überschuss um fast ein Fünftel auf 42,1 Millionen Euro gesteigert. Traditioneller Kernmarkt der Firma sind Deutschland, Österreich und die Schweiz.

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