Welt-Aids-Tag - Soli-Bärchen zum Aktionstag von Aids-Hilfe und Gesundheitsamt

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Heute begehen wir zum 30. mal seit 1988 den Welt-AIDS-Tag. Brigitte Ströbele von der Aids-Hilfe Reutlingen-Tübingen und Dr. Evelyn Thumm vom Reutlinger Kreisgesundheitsamt haben deshalb auf die Krankheit und deren Behandlung aufmerksam gemacht.

Seit Oktober dürfen in Deutschland auch HIV-Heimtests frei verkauft werden. Dennoch sei schon eine einzige Neuinfektion, eine zu viel.

Bei der Gruppe der Männer, die Sex mit Männern (MSM) haben, würde zum Beispiel zunehmend die Möglichkeit genutzt, in den Profilen von Dating-Apps für MSM den eigenen HIV-Status sowie das letzte Testdatum anzugeben. Die Experten fordern eine bessere Versorgung, denn nur gut die Hälfte bekommt laut UN-Aids-Report eine optimale Behandlung. "Aber manche Menschen brauchen die medikamentöse Prophylaxe, um sich nicht zu infizieren", erklärt Silke Klumb, Geschäftsführerin der Deutschen AIDS-Hilfe. Die Aids-Hilfe hat in den ersten elf Monaten dieses Jahres 34 neue Kunden beraten - 15 Frauen und 19 Männer.

Wer sich zum Thema belesen möchte, findet alle Informationen auf der Seite der Deutschen AIDS-Stiftung.

Für Spezialfälle, in denen kein Kondom benutzt werden kann, gibt es PrEP. Diese Menschen tragen also das Virus in sich, wissen aber nichts von ihrer Infektion. Allerdings muss es im Vorhinein eingenommen werden. Bundesweit sei mehr als jeder Tausendste HIV-infiziert.

"Nur wenn es gelingt, Infektionen mit HIV und anderen lebensbedrohenden Erregern vorzubeugen oder zu heilen, können wir die globale Gesundheit deutlich verbessern und damit die Grundlage für soziale und wirtschaftliche Entwicklung weltweit schaffen", sagte sie der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Seit 2011 ist die Zahl der unbewusst HIV-positiven Menschen von schätzungsweise 10.800 auf 11.400 gestiegen. "Sie können HIV dann auch unwissentlich weitergeben, während eine HIV-Therapie die Übertragung des Virus' verhindert", weiß Hoffmann.

Mit Resolutionen gegen Diskriminierung und Aufklärungskampagnen wie "Wissen verdoppeln" versuchen Aids-Beratungsstellen in ganz Deutschland, modernes Wissen über die Krankheit zu verbreiten. Dabei will die Organisation bekannt machen, dass HIV-Infizierte, die in Behandlung sind, andere nicht mehr anstecken können.

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