Handelsstreit - Trump: China will Zölle auf US-Autos "reduzieren und abschaffen"

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Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten hat sich China nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zu einem Entgegenkommen bei Autozöllen bereit erklärt. Gegenwärtig liege der Zollsatz bei 40 Prozent. Vorerst wird die bisher zum 1. Januar vorgesehene Erhöhung ausgesetzt. Genauere Angaben machte Trump nicht.

In der nächsten Woche soll es in Washington ein Treffen deutscher Automanager mit Verantwortlichen im Weißen Haus geben. China sagte zu, mehr US-Produkte zu kaufen.

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds drückt der Handelskrieg bereits auf das Wachstum beider Länder.

China habe einen "unverzüglichen" Einkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bei US-Farmern zugesagt, wird hervorgehoben. Zudem sollen die Verhandlungen zu Streitfragen wie den Schutz geistigen Eigentums oder Technologietransfer fortgesetzt werden. Im Gegenzug sicherte China zu, zur Reduktion des Handelsungleichgewichts seine Importe aus den USA zu erhöhen. Die Zölle, begründet mit nationalen Sicherheitsbedenken, könnten bis zu 25 Prozent betragen.

Einigung beim Abendessen: Trump und Xi zeigen sich vernünftig. Laut einem im Wall Street Journal (WSJ) veröffentlichten Interview wollte er an der Erhöhung der Strafzölle gegen Peking festhalten. Die amtliche Nachrichtenagentur rief in einem Leitartikel beide Seiten dazu auf, unmittelbar Schritte einzuleiten, um die Beziehungen zu normalisieren. Auch habe man sich darauf geeinigt, keine neuen Strafzölle zu verhängen.

Die überraschende Übereinkunft zwischen den zwei größten Wirtschaftsnation der Welt ist für den russischen Analysten des Moskauer Carnegie-Zentrums, Dmitri Trenin, Ausdruck eines geopolitischen Spiels, das darauf abzielt, die asiatischen Nachbarn und Verbündeten Russland und China zu spalten. "2019 wird voraussichtlich noch interessanter als 2018", schrieb Trenin auf Twitter.

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