Meng Wanzhou: USA lassen Huaweis Finanzchefin verhaften

Einstellen Kommentar Drucken

Meng Wanzhou sei am 1. Dezember in Vancouver festgenommen worden, hiess es weiter. Dabei geht um den Vorwurf, dass Huawei gegen die US-Handelssanktionen gegen den Iran verstoßen habe. Nach einem Masterabschluss an der "Huazhong University of Science and Technology" stieg sie 1993 bei Huawei ein, hatte dort zunächst unterschiedliche Posten in der Finanzabteilung inne, ehe sie in die Konzernleitung aufstieg.

China und die USA als die beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatten am Wochenende beim G20-Gipfel in Buenos Aires eine weitere Eskalation in ihrem erbitterten Handelskrieg vorerst abgewendet. Demnach verdächtigen die Behörden Huawei, mindestens seit 2016 in den USA gefertigte Produkte in den mit Sanktionen belegten Iran exportiert zu haben.

Die Finanzchefin von Huawei wurden in Kanada verhaftet.

In einer Reaktion auf die Verhaftung Mengs gab das Unternehmen indes an, bisher kaum Informationen zu den Vorwürfen gegen die Finanzchefin erhalten zu haben. Dem Konzern sei kein Fehlverhalten von Meng bekannt. Ihr droht die Auslieferung in die USA.

Gao lehnte es ab, die Festnahme von Huaweis Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada zu kommentieren. Man werde "alle Maßnahmen ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen der chinesischen Bürgerin entschlossen zu schützen". Bekannt sei nur, dass sie in Kanada auf einen anderen Flug habe umsteigen wollen, als sie "im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika" verhaftet worden sei. Die Rede ist von einer "abscheulichen, rohen Vorgehensweise". Auch in Großbritannien wachsen die Bedenken, Huawei könnte ein trojanisches Pferd der chinesischen Regierung sein und sollte deshalb vom Bau des superschnellen 5G-Netzwerks ausgeschlossen werden. Laut der "New York Times" geht es auch um Verstöße gegen die Sanktionen gegen Nordkorea. Die Sanktionen gegen den chinesischen Konzern wurden im Juli aufgehoben, nachdem US-Präsident Donald Trump persönlich interveniert und das Unternehmen eine Milliardenstrafe gezahlt hatte. Nachdem das Unternehmen eine Milliardenstrafe zahlte, wurden die Sanktionen gegen den chinesischen Konzern im Juli wieder aufgehoben. Das US-Justizministerium war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

China, das gerade erst im Handelsstreit mit den USA einen "Waffenstillstand" vereinbart hatte, reagierte am Donnerstag mit scharfem Protest gegen beide Länder auf die Festnahme. Huawei sei ein Agent der kommunistischen Partei Chinas, sagte der Republikaner. Ren wollte ein chinesisches Telekommunikationsunternehmen schaffen, das mit ausländischen Wettbewerbern mithalten sollte.

Der Kampf gegen Huawei könnte Apple insofern nutzen, als das die US-Regierung durchaus Mittel hat, die Geschäftstätigkeit des zweitgrößten Smartphone-Herstellers einzuschränken. Inzwischen ist der Konzern in mehr als 170 Ländern tätig. "Die Festnahme der Huawei-Managerin ist doch noch einmal etwas, was die Leute verschreckt".

Comments