Senftleben will Kramp-Karrenbauer unterstützen - Berlin

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"Die Welt schaut auf Hamburg und die CDU, sagte er, versemmelte aber die Wahltermine im kommenden Jahr". Kramp-Karrenbauer fordert in dem Papier zudem eine stärkere programmatische Abgrenzung der CDU von anderen Parteien, etwa von den Grünen.

Auch EU-Kommissar Günther Oettinger hat sich festgelegt. "Ich möchte die Delegierten davon überzeugen, mich zur Parteivorsitzenden zu wählen". Unterschiede im Inhalt gab es zwischen den drei Kandidaten nur in Nuancen. Während Kramp-Karrenbauer und Merz sich am Rednerpult vorstellen, wandert Spahn bei seinen einführenden Worten frei über die Bühne. Auch Schäubles baden-württembergische Parteifreund Oettinger stellte sich hinter Merz. "Das sind Dinge, die wir eben nicht zulassen dürfen, wenn wir nicht in Kauf nehmen wollen, dass daraus politische extreme Parteien entstehen", sagte Merz auch mit Blick auf das Erstarken der AfD.

15 Tage sind Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn zusammen durch Deutschland gereist. Er sagte der "Bild"-Zeitung (Donnerstag): "Wir brauchen eine "Agenda für die Fleißigen". Bei ihren zahlreichen Zuhörveranstaltungen in den CDU-Kreisverbänden, die sie in diesem Jahr bereits absolvierte, hat sie schnell begriffen, dass Rente, Wohnen, Digitalisierung, Qualifizierung von Arbeitnehmern und Pflege Themen sind, die mindestens so wichtig sind. Die CDU sei "kein politischer Gemischtwarenladen, in dem sich jeder einzelne das, was für ihn passt, heraussuchen kann", schreibt Kramp-Karrenbauer. Merz hob hervor, dass er 1998 die Kandidatur Angela Merkels zur Generalsekretärin "sehr unterstützt" habe. Er kann auch in vier Jahren Parteichef werden. Männer und Frauen sind sich in ihrem Urteil über Kramp-Karrenbauer weitgehend einig, Merz dagegen wird von Frauen durchweg schlechter bewertet als von Männern. Seine Konkurrentin Annegret Kramp-Karrenbauer (im Parteijargon AKK genannt), die in allen Umfragen in Führung liegt, erhielt lediglich 37 Stimmen. Trotz des demoskopischen Vorteils ist auf einigen der acht vorangegangenen CDU-Regionalkonferenzen die Begeisterung bei Merz' Wortmeldungen spürbar größer gewesen als bei Kramp-Karrenbauer. "Sie erreicht die Herzen der Menschen".

Die Debatte um die Dienstpflicht hätte man weiterführen sollen anstelle der Debatte um den abgelösten Verfassungsschutzpräsidenten Maaßen: "Dann ständen wir in den Umfragen über 30 Prozent", wobei die frühere saarländischen Ministerpräsidentin an ihr eigenes Wahlergebnis im Saarland erinnerte: "40 Prozent - ich weiß, wie gut sich das anfühlt".

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