US-Handelsdefizit steigt auf höchsten Stand seit 10 Jahren

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Die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Netzwerk-Ausrüsters Huawei hat die Furcht vor einer Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China an den Börsen schon genug aufflammen lassen.

Ausgerechnet im Handel mit dem größten Rivalen China erreichte das US-Defizit sogar ein neues Rekordhoch. Ziel seiner protektionistischen Handelspolitik ist es, das zu ändern.

Das Defizit der amerikanischen Handelsbilanz ist entgegen den Zielen von Präsident Donald Trump auf den höchsten Stand seit zehn Jahren geklettert.

Einen Anstieg verzeichnete das Handelsministerium im Oktober auch bei den Autoimporten - sie stiegen mit 31,8 Milliarden Dollar auf den höchsten Monatswert aller Zeiten.

Diese Zahlen dürften dem US-Präsidenten gar nicht gefallen: Inmitten des Streits um das Handelsdefizit der USA ist dieses so hoch wie seit einer Dekade nicht mehr. Eigentlich will er durch seine Handelspolitik das Defizit im Außenhandel deutlich senken. Stattdessen liegt es nun aber gegenüber dem Zeitpunkt von Trumps Amtsantritt im Januar 2017 knapp neun Milliarden Dollar höher. Trump begründet das durch unfaire Handelspraktiken anderer Länder wie China aber auch Deutschland.

Dass Beispiel China zeigt aber, dass Trumps Vorgehen bislang erfolglos bleibt - und womöglich sogar kontraproduktiv ist.

Das politisch brisante Defizit der USA im Handel mit China schwoll weiter an: Es stieg auf ein neues Allzeithoch von 43,1 Milliarden Dollar im Oktober. Zurück gingen hierbei erneut die Ausfuhren von Sojabohnen. Peking hatte im Zuge des Handelskonflikts mit Washington als Reaktion auf US-Strafzölle hohe Aufschläge auf Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten verhängt.

Wie das US-Handelsministerium berichtete, belief sich das Defizit im Vormonat auf 54,56 Milliarden Dollar, nachdem vorläufig ein Minus von 54,02 Milliarden Dollar genannt worden war.

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