Britische iPhone-Filmemacherin gewinnt Turner-Preis

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Der renommierte Turner-Preis geht in diesem Jahr an die britische Künstlerin Charlotte Prodger. Das besondere: Die beiden Kurzfilme, für die Prodger ausgezeichnet wurde, wurden teilweise mit einem iPhone aufgenommen.

Neben Charlotte Prodger, gehörten noch Luke Willis Thompson, Naeem Mohaiemen, sowie das Kollektiv Forensic Architecture zu den Turner-Preis-Kandidaten 2018.

Prodgers Werke zeugten vom "tiefgründigsten Gebrauch eines Geräts, so nüchtern wie die iPhone-Kamera, die die Kunst bisher gesehen hat", sagte der Jury-Vorsitzende und Direktor der Tate Britain, Alex Farquharson. Ihre Arbeiten präsentierte sie in Einzelausstellungen beispielsweise in New York, London und Düsseldorf.

In Bezug auf ihre Entscheidung, ihren Film nur mit dem iPhone zu drehen, erklärte Prodger, dass sich das iPhone als Filmkamera geradezu aufdrängt, da es so einfach ist, mit dem Smartphone zu filmen - insbesondere, wenn man viel unterwegs ist. In Bridgit befasst sich die Künstlerin unter anderem mit ihrer eigenen Identität als queere Person. Sie tritt selbst an einigen Stellen als Erzählerin auf und lässt Freunde aus Tagebüchern und Romanen von queeren Autoren vorlesen. Sie erhalten je 5000 Pfund. Er ist mit umgerechnet 32.000 Euro dotiert und nach dem englischen Maler William Turner (1775-1851) benannt. Im vergangenen Jahr hatte Lubaina Himid als erste schwarze Künstlerin den Turner-Preis bekommen.

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