Simcha Rotem: Letzter Kämpfer des Aufstands im Warschauer Ghetto ist tot

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Im April 1943 beginnen die Bewohner des Warschauer Ghettos gegen die SS-Einheiten zu rebellieren.

Simcha Rotem hatte sich während des Zweiten Weltkriegs den Kampfesnamen Kazik Ratajzer gegeben.

Hunderte jüdische Widerstandskämpfer erhoben sich am 19. April 1943 im Warschauer Ghetto gegen die deutsche Besatzung der Nationalsozialisten.

Der fast einmonatige Kampf gegen die überlegenen Deutschen scheiterte am 16. Mai 1943.

Seine blutige Niederschlagung besiegelte das Schicksal der meisten bis dahin überlebenden Warschauer Juden, die vor dem Krieg ein Drittel der Bevölkerung gestellt hatten.

Rotem konnte mit einigen Mitkämpfern durch die Kanalisation fliehen. Simcha Rotem sei im Alter von 94 Jahren in Israel gestorben, teilte der israelische Präsident Reuven Rivlin am Samstag mit.

Der letzte Kämpfer des Aufstands im Warschauer Ghetto ist tot.

Er kämpfte im Warschauer Ghetto gegen die Nazis und konnte mit anderen fliehen. "Er schloss sich dem Aufstand an und half das Leben von dutzenden Kämpfern zu bewahren". Rotem habe "gegen die Nazis gekämpft und Juden gerettet", schrieb Netanjahu bei Twitter. Nach seiner Einwanderung habe er in Israel zahlreichen Menschen von seinen Heldentaten berichtet.

Die Aufständischen im Ghetto hatten es vorgezogen, im Kampf statt in einer Gaskammer des Vernichtungslagers Treblinka zu sterben. Rotem zählte zu den wenigen Getto-Bewohnern, die den Aufstand 1943 überlebten.

In einer Rede zum 70. Jahrestag des Aufstands 2013 erinnerte Rotem an die verzweifelte Entschlossenheit der jüdischen Widerstandskämpfer: Sie hätten zumindest "die Art des eigenen Todes bestimmen" wollen, indem sie sich gegen die Besatzer erhoben, anstatt widerstandslos deportiert zu werden.

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