Trump spottet über Rückzug von US-Sondergesandtem für Kampf gegen IS

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In einer Email an seine Kolleginnen und Kollegen, aus der die "New York Times" zitierte, nannte McGurk als Grund für seinen Abgang die Entscheidung von Präsident Donald Trump, Truppen aus Syrien abzuziehen.

Jetzt setzt auch das US-Außenministerium - das State Department - Zeichen: Der US-Sondergesandte für den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS), Brett McGurk, gibt sein Amt ab.

Wegen der Entscheidung von US-Präsident Trump, US-Truppen aus Syrien zurückzuziehen, ist ein weiterer hoher Beamter zurückgetreten: Der Gesandte für die globale Anti-IS-Koalition, McGurk, gab seinen Posten ab. McGurk hätte ohnehin nur bis Februar auf seinem Posten bleiben sollen und habe nun kurz vorher seinen Rückzug erklärt, schrieb Trump auf Twitter. Die neuen Anweisungen habe er nicht ausführen können, ohne seine Integrität zu verlieren. Die Partner im Kampf gegen den IS hätte die Entscheidung verwirrt und fassungslos gemacht.

McGurks Ausscheiden war ursprünglich für Mitte Februar vorgesehen.

Bitterlich beklagte sich Trump aber über die generelle Kritik an seiner Syrien-Entscheidung.

McGurk war noch von Trumps demokratischen Amtsvorgänger Barack Obama zum US-Sondergesandten bei der internationalen Militärallianz gegen den IS ernannt worden, Trump hatte ihn auf dem Posten belassen. Nur wenige Tage, bevor Trump den vollständigen Abzug aus Syrien mit einem Sieg über den IS begründete, hatte McGurk gesagt, dass "niemand" mit Blick auf den Kampf gegen die Terrormiliz von einer "erfüllten Mission" spreche. Österreich gehört auch zu der Koalition, leistet aber keinen militärischen Beitrag. Er sei mit dem US-Truppenabzug aus Syrien nicht einverstanden, wie der TV-Sender CBS am Samstag unter Berufung auf seine gut unterrichten Quellen mitteilte.

McGurk äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu seiner Entscheidung.

Trump beharrte am Samstag auf Twitter jedoch darauf, dass der IS immerhin "weitgehend besiegt" sei. Andere Länder in der Region, darunter die Türkei, könnten nun problemlos mit dem fertig werden, was noch von der Terrororganisation übrig sei.

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