Kim soll 500 Millionen Dollar an Familie von Folter-Opfer Warmbier zahlen

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Der 22-jährige Warmbier hatte nach Darstellung von Ärzten während seiner Zeit in Nordkorea schwere Schädigungen am Gehirn erlitten und war im Wachkoma liegend in die USA zurückgebracht worden. Die politische Führung in Pjöngjang sei verantwortlich für Folter, Geiselnahme und Tötung des jungen Mannes und auch für die tiefen seelischen Verletzungen, die Warmbiers Familie dadurch erlitten habe, entschied ein US-Bundesgericht in Washington.

Und stellte klar: Nordkorea sei verantwortlich für die Folter, Geiselnahme und Tötung des jungen Amerikaners. Das "totalitäre" Regime in Pjöngjang habe bei seinen "weltweiten Betrügereien und seiner Konfrontation mit den USA" Warmbier als "Faustpfand" missbraucht.

Warmbier war im Januar 2016 in Nordkorea festgenommen und im März zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden.

Bild zu Cindy und Fred Warmbier

Nordkorea bestritt jegliche Misshandlung Warmbiers und erklärte, der Student habe sich eine schwere Nahrungsmittelvergiftung zugezogen. Er fiel unter ungeklärten Umständen ins Koma und wurde schließlich freigelassen.

Die Familie verlangte ursprünglich jedoch mehr: Die Demokratische Volksrepublik Korea - wie Nordkorea ganz offiziell heisst - solle mehr als eine Milliarde Dollar Schadensersatz zahlen, so die ursprüngliche Forderung. Das Gericht verwies in seinem Urteil aber darauf, dass medizinische Tests keine Hinweise darauf ergeben hätten. Das international isolierte Land dürfte auch kaum Vermögen in den USA haben, das beschlagnahmt werden könnte, um das Urteil umzusetzen. Howell erklärte, dies könne durch Foltermethoden wie Elektroschocks oder Waterboarding verursacht worden sein.

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