Christen feiern Weihnachten im Heiligen Land

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Für die einheimischen Christen bat Pizzaballa angesichts der schwierigen Lage um Hilfe, um im Heiligen Land bleiben zu können: "Denn unsere Städte ohne Christen werden noch ärmer sein und unsere Christen drohen ohne ihre Städte ihren Weg zu verlieren", so der Patriarchatsleiter, "wir wollen nicht länger wegen Ablehnung, extremer Armut und den vielen Leiden, die unser Volk leidet, weinen". Zahlreiche Gläubige versammelten sich auf dem zentralen Krippenplatz in Bethlehem, um die traditionelle Weihnachtsprozession aus Jerusalem zu empfangen. Die Fahrzeugkolonne wurde angeführt vom Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa. Er wurde dort von christlichen Würdenträgern in Empfang genommen. In einem Konvoi von Kirchenvertretern fuhr Pizzaballa von der Jerusalemer Altstadt zur Geburtsbasilika.

Pfadfinder mit Trommeln und Blasinstrumenten marschierten mittags zu lauter Musik durch die Straßen der kleinen Stadt Bethlehem. Die Basilika war unter Kaiser Konstantin über der traditionell als Geburtsort Christi angesehenen Grotte errichtet worden. Händler verkauften bunte Luftballons an Besucher.

Das israelische Tourismusministerium rechnet über die Weihnachtstage mit rund 150'000 christlichen Touristen. Bis Jahresende rechnet Israel mit mehr als vier Millionen Besuchern.

Gleichzeitig stieg nach Angaben der palästinensischen Tourismusministerin Rula Maayaa auch die Zahl der Übernachtungsgäste seit Jahresbeginn deutlich.

Papst Franziskus feiert zu Weihnachten (21.30 Uhr) die alljährliche Christmette im Petersdom in Rom. Zu dem Gottesdienst mit dem Katholikenoberhaupt werden am Montag Zehntausende Gläubige in der größten Papstbasilika und am Petersplatz erwartet.

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