Israel soll Ziele nahe Damaskus angegriffen haben

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In der Nähe von Damaskus gibt es schwere Detonationen: Syrien schießt laut der staatlichen Nachrichtenagentur "feindliche Raketen" aus Israel ab.

Israelische Kampfflugzeuge haben nach syrischer Darstellung in der Nacht mehrere Ziele bei Damaskus angegriffen. Die Luftabwehr habe zwar "die meisten" der Raketen abfangen können; es seien aber drei Soldaten verletzt worden, berichtete Sana unter Berufung auf einen Militärvertreter.

Der Nachrichtenagentur zufolge wurden die Raketen von der israelischen Luftwaffe vom libanesischen Luftraum aus abgefeuert. Die Angriffe hätten sich gegen mindestens drei Waffenlager der iranischen Revolutionsgarden und ihrer libanesischen Verbündeten von der schiitischen Hisbollah-Miliz gerichtet, so die Beobachtungsstelle.

Dezember 2018, 2.58 Uhr: Der Einsatz der syrischen Luftabwehr am Dienstagabend war eine Reaktion auf einen israelischen Luftangriff gegen Ziele in dem Bürgerkriegsland geflogen.

Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv sagte: "Wir äußern uns nicht zu ausländischen Berichten". Über das genaue Ziel der Angriffe sowie mögliche Opfer oder Schäden gab es zunächst keine offiziellen Angaben der syrischen Behörden.

Zuvor hatten auch Bewohner der israelischen Küstenstadt Hadera zwischen Haifa und Tel Aviv von lauten Explosionen berichtet. Sie richteten sich gegen militärische Einrichtungen der syrischen Regierung oder ihrer Verbündeten, der schiitischen Hisbollah-Miliz und des Iran. Syrische Truppen würden mit Unterstützung Russlands in dem Raum Manbidsch verlegt, teilten Milizen in der Kurden-Hochburg am Dienstag mit. Die Truppenbewegungen seien mit den Milizen in der Stadt abgestimmt.

"Die Schlacht wird bald beginnen", sagte der Sprecher der Nationalen Armee, Jussef Hamud.

Die Syrische Nationale Armee ist eine Rebellen-Fraktion, die von der Türkei unterstützt wird.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad lehnt die türkische Intervention im Norden seines Landes als Verletzung der Souveränität ab.

Die Türkei schickt mehr Truppen an die Grenze zu Syrien.

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