Japan tritt aus Internationaler Walfangkommission aus

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Das sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga am Mittwoch. Japan argumentiert, die Walbestände hätten sich so weit erholt, dass der kommerzielle Walfang wieder zugelassen werden könne. Demnach will das Land ab kommendem Juli wieder zu kommerziellen Zwecken Wale jagen. Dies werde sich aber auf Japans Hoheitsgewässer und exklusive Wirtschaftszonen beschränken, versicherte ein Regierungssprecher. "Wir werden nicht in den antarktischen Gewässern oder in der südlichen Hemisphäre jagen", erklärte ein Regierungssprecher.

Es sei nicht möglich gewesen, die Differenzen von Walfang-Gegnern und Walfang-Befürwortern zu überbrücken.

Japan hatte es bereits angekündigt - und zu Weihnachten ist es jetzt offiziell: Das Land wird aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) austreten! Nach Meinung japanischer Behörden ist die IWC zu einem Anti-Walfang-Organ geworden, obwohl sie eigentlich Nachhaltigkeit anstreben soll.

Japan will sich aus der Internationalen Walfangkommission zurückziehen und den kommerziellen Walfang wieder aufnehmen.

Der kommerzielle Walfang ist seit dem Jahr 1986 durch ein Moratorium international verboten.

Tokio beklagt seit vielen Jahren, dass es einigen Mitgliedsländern der IWC nur um Walschutz gehe. Japan hatte kürzlich bei der Tagung der IWC in Brasilien einen Antrag auf Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs gestellt. Die Kommission wies den Antrag aber zurück. Nach Ansicht der Regierung in Tokio sind die meisten Walarten nicht in ihrer Existenz bedroht.

Derzeit bezeichnet Japan seine Jagd auf Wale als Forschungswalfang. Die Nutzung von Walen sei ein Teil von Japans Tradition und Kultur. Die beiden anderen großen Walfangnationen Island und Norwegen widersetzen sich offen dem Fangverbot.

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