Weiteres Kind aus Guatemala starb in US-Gewahrsam

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Innerhalb eines Monats ist ein zweites Kind aus Guatemala nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden gestorben.

Der Achtjährige, der in der Nacht auf Dienstag im Krankenhaus starb, hat am Montag nach Behördenangaben "Symptome einer möglichen Krankheit" gezeigt und sei deshalb zusammen mit seinem Vater vom Gewahrsam in ein Krankenhaus in Alamogordo, New Mexico, gebracht worden.

Ein achtjähriger Junge aus Guatemala, der von den US-Behörden in Gewahrsam genommen wurde, ist am Dienstag gestorben. Die Mediziner hätten zunächst eine "einfache Erkältung" diagnostiziert, doch später habe der Junge einen Fieberschub bekommen. Nachdem er anderthalb Stunden zur Beobachtung im Krankenhaus behalten wurde, sei er entlassen worden.

Am Montagabend wurde der Junge demnach dann mit Übelkeit und Erbrechen ins Krankenhaus zurückgebracht. Dort sei er kurz nach Mitternacht gestorben. Es werde eine "unabhängige und gründliche Untersuchung" geben.

Den Angaben zufolge waren der Junge und sein Vater am 18. Dezember festgenommen worden, als sie die Grenze zwischen Mexiko und den USA überquerten, um in die texanische Stadt El Paso zu gelangen.

Uhr: Wie die "Washington Post" berichtet, ist am 1. Weihnachtstag ein acht Jahre altes Flüchtlingskind in US-Gewahrsam gestorben. Medienberichten zufolge litt sie unter Dehydrierung und einem Schock.

Der demokratische Senator Martin Heinrich, der New Mexico im Kongress vertritt, erklärte, die Nachricht breche ihm das Herz, mache ihn aber auch wütend. Das US-Heimatschutzministerium bezeichnete den Tod des Mädchens als "unglaublich tragisch", die Regierung wies jedoch eine Mitschuld am Tod des Kindes zurück.

Der demokratische Abgeordnete Marc Veasey sprach ebenfalls auf Twitter von einer "niederschmetternden" Nachricht an Weihnachten. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat die Grenze verstärkt gegen Migranten abgeschottet und den Kurs gegenüber Schutzsuchenden drastisch verschärft. Er ist damit das zweite Kind innerhalb eines Monats, das unter der Aufsicht der amerikanischen Behörden zu Tode kommt! Die demokratische Abgeordnete Nydia Velazquez forderte eine umfassende Aufklärung des Todesfalles. Die Praxis des US-Grenzschutzes, Kinder von an der Grenze aufgegriffenen Einwanderern von ihren Eltern zu trennen, hatte im Juni einen Aufschrei der Empörung ausgelöst. Trump ließ dieses Vorgehen daraufhin beenden. An seiner Forderung, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu errichten, hält er vehement fest.

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