Mindestens vier Tote nach Gasexplosion in russischem Wohnhaus

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Nach der Gasexplosion in einem Wohnhaus der russischen Stadt Magnitogorsk sucht ein Großaufgebot an Rettern in den Trümmern nach Vermissten. Der russische Präsident Wladimir Putin (rechts) lässt sich vom Krisenstab informieren. Katastrophenschutzminister Jewgeni Sinitschew und Gesundheitsministerin Olga Skworzowa sind auf Anordnung Putins bereits in die Stadt am Ural geflogen.

Bei der Explosion in einem Wohnhaus sind am Montag bisher vier Menschen ums Leben gekommen. Bislang sind nach Behördenangaben noch das das Schicksal von etwa 35 Menschen ungeklärt.

In dem 1973 errichteten zwölfstöckigen Plattenbau hatten 110 Menschen gewohnt. Weitere 16 Bewohner seien unverletzt aus der Ruine in Sicherheit gebracht worden. Teile des Wohnblocks wurden als einsturzgefährdet eingestuft, die Menschen mussten auch hier ihre Unterkünfte verlassen. Die Temperatur in der Stadt soll in der Neujahrsnacht auf unter minus 20 Grad sinken. In einer nahe gelegenen Schule wurden Notquartiere errichtet. Drei Bewohner seien lebend aus den Trümmern gerettet worden.

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35 Wohnungen wurden bei der Gasexplosion in einem russischen Mehrfamilienhaus an Silvester zerstört

Auch Gouverneur Dubrowski sagte den Betroffenen schnelle Entschädigungen und Hilfe bei der Beschaffung von neuem Wohnraum zu. Der hartherzige Umgang mit den Opfern hatte den Behörden damals Kritik eingetragen.

Die Justiz leitete nach der Explosion strafrechtliche Ermittlungen ein. Das neunstöckige Wohnhaus war in der Nacht zu Silvester eingestürzt, vermutlich durch eine Gasexplosion, wie die russische Nachrichtenagentur RIA berichtete. Viele Gebäude stammen noch aus der Sowjetzeit und sind in schlechtem Zustand, vielfach werden auch Sicherheitsregeln nicht eingehalten.

Magnitogorsk ist eine große Industriestadt im Ural, sie beherbergt das größte Stahlwerk des Landes. Der Milliardär Viktor Raschnikow, der das Stahlwerk betreibt, rief zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf.

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