Automanager Ghosn bleibt in Japan weiter in Untersuchungshaft

Einstellen Kommentar Drucken

Der frühere Verwaltungsratschef des Renault-Partners Nissan, Carlos Ghosn, kommt doch nicht frei. Ein japanisches Gericht hat einer weiteren Verlängerung der Untersuchungshaft zugestimmt.

Wie das Bezirksgericht in Tokio am Montag bekanntmachte, wurde der Forderung der Staatsanwaltschaft stattgegeben, den bereits seit mehr als einen Monat in Untersuchungshaft sitzenden Automanagers bis 11. Januar zu verhören.

Der Automanager war Mitte November festgenommen worden. Der Vorwurf: Jahrelang soll Ghosn sein Einkommen nich vollständig angegeben haben und sich am Firmenkapital von Nissan bereichert haben. Die Staatsanwaltschaft wirft Ghosn vor, um 2008 herum persönliche Schulden in Höhe von knapp 17 Millionen Dollar bei dem japanischen Autobauer abgeladen zu haben.

Seitdem sitzt Ghosn im Gefängnis, ihm droht eine jahrelange Gefängnisstrafe.

Ghosn weist sämtliche Anschuldigungen zurück. Während Ghosn wegen des Finanzskandals bei Nissan und Mitsubishi seiner Ämter enthoben wurde, muss er seinen Chefposten bei Renault bisher nur ruhen lassen. Nach seiner Festnahme war er zunächst in einer 4,8-Quadratmeter großen Einzelzelle inklusive Toilette inhaftiert, Heizungen gibt es in den Zellen nicht. Ghosn wird verdächtigt, in seiner Zeit als Nissan-Chef einen persönlichen Investitionsverlust auf den Konzern abgewälzt zu haben.

Comments