Preiserhöhung bis zu 70 Prozent: Verbraucherzentrale sucht "Mogelpackung des Jahres"

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Bis 20 Januar können Verbraucher noch abstimmen.

Gute Chancen auf den Schmähpreis darf sich in diesem Jahr auch ein berühmtes Produkt eines Schweizer Herstellers ausrechnen.

Armin Valet von der Hamburger Verbraucherzentrale spricht über die diesjährigen Kandidaten für die "Mogelpackung des Jahres 2018". Hier können die Verbraucher dann wählen, welches Unternehmen den Negativpreis erhalten soll.

Was alle Produkte gemeinsam haben: Auf Etiketten oder Verpackungen sind keine konkreten Hinweise auf die Preissteigerung bzw. auf die Verringerung des Inhalts zu finden. Die "Mogelpackung 2018" wird am 21. Januar bekanntgegeben. Ausgezeichnet wurden in den letzten Jahren das Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker (2017), das Evian Wasser von Danone Waters (2016), die Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson (2015) und die Pampers Windeln von Procter & Gamble (2014). Die Hersteller versuchten im Gegenteil, "ihre Tricksereien clever zu kaschieren". Auch die Händler beteiligten sich an dieser Masche, denn nur sie dürften die Verkaufspreise festlegen.

Wer am meisten von den drastischen Preiserhöhungen profitiert, bleibt im Dunkeln.

Diese Produkte stehen als "Mogelpackung des Jahres" zur Wahl " Mogelpackung des Jahres": Das sind die fünf Kandidaten.

Chipsletten von Lorenz Snack-World: Die Chipsletten sind bis 70 Prozent teurer, weil die Füllmenge bei gleichem Preis von 170 auf 100 Gramm schrumpfte. Doch die Verpackungsdose blieb fast gleich groß, bemängeln Verbraucherschützer. Das ist bereits die zweite versteckte Preiserhöhung innerhalb von gut vier Jahren. Die Verbraucherzentrale Hamburg bietet nun erneut die Möglichkeit, über solche Produkte abzustimmen. Demnach würden in der neuen neuen "Smarties Riesenrolle" 20 Gramm fehlen. Insgesamt wurden die Schokolinsen dadurch über 30 Prozent teurer. Nominiert ist etwa auch das beliebte Netz des Käses "Mini Babybel", in dem sich eine Kugel weniger befinde.

Truthahnsalami Light von Dulano (Lidl): Ein merkwürdiges Verständnis eines "Light"-Produkts hat Dulano: Das Ganze wird in der "Light"-Variante im Vergleich zur Packung mit der normalen Truthahnsalami nämlich leichter, weil weniger Scheiben drin sind". Der Inhalt ist der gleiche, der Preis auch - aber das Glas, in dem der Fruchtaufstrich verkauft wird, ist deutlich kleiner geworden. Damit ist das Produkt um 41 Prozent teurer als sein Vorgänger, obwohl sich am Inhalt nichts geändert hat.

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