Ermittlungen gegen Ex-Deutsche Börse-Chef Kengeter mit hoher Busse eingestellt

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Wie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt mitteilte, wurde das Ermittlungsverfahren gegen Kengeter und die Deutsche Börse gegen Zahlung von Geldbußen eingestellt. Der frühere Top-Manager Carsten Kengeter müsse nach einem Beschluss des Landgerichts Frankfurt 4,5 Millionen Euro an die Staatskasse zahlen, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Zudem müsse Kengeter 250.000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen, hieß es weiter. Die Behörden hatten ihm Insidergeschäfte vorgeworfen. Die Deutsche Börse kostete die Insiderhandel-Affäre 10,5 Millionen Euro, wie sie bereits vor Weihnachten mitgeteilt hatte.

Gut zwei Monate nach dem Aktiendeal machten die Börse und die London Stock Exchange (LSE) ihre - inzwischen gescheiterten - Fusionspläne öffentlich, was die Kurse trieb. Dieses Vorhaben war später gescheitert. Deutsche-Börse-Aufsichtsrat, -Vorstand und Kengeter persönlich hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

Kengeter ist von seinem Posten als Vorstandsvorsitzender zum Jahresende 2017 zurückgetreten. Er hatte Mitte Dezember 2015 Deutsche-Börse-Aktien gekauft. Das Investment war die Voraussetzung dafür, dass er so genannte Co-Performance Shares für ebenfalls 4,5 Millionen Euro von seinem Arbeitgeber erhielt.

Der ehemalige Chef der Deutschen Börse hatte geplant, die Londoner Börse (LSE) zu übernehmen und erwarb Ende 2015 Deutsche-Börse-Aktien für 4,5 Millionen Euro aus seinem Vermögen. "Vermögensvorteile aus dem Insidervergehen" würden bei ihm abgeschöpft.

Ursprünglich sollte Kengeter glimpflicher davon kommen.

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