USA - Tesla enttäuscht Anleger mit Auslieferungszahlen

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Um der vom Staat gekürzten Förderprämie in den USA entgegenzusteuern, lockt der Autobauer mit Preissenkungen.

Die Aktionäre des Autobauers Tesla sind enttäuscht.

Ein weiterer Grund für die Unzufriedenheit der Anleger: An der Wall Street wurde mit stärkeren Zahlen gerechnet - auch wenn Tesla sich mit den Produktionszahlen im Jahresvergleich um mehr als das Dreifache steigerte und neue Rekordwerte erreichte.

Im Schlussquartal des abgelaufenen Jahres rollten 63 150 Fahrzeuge dieses Typs zu den Kunden, 13 Prozent mehr als im vorangegangenen Vierteljahr, wie das Unternehmen aus dem Silicon Valley am Mittwoch mitteilte.

Dem Sender CNBC zufolge gingen die Analysten im Schnitt von 64 900 ausgelieferten Model 3 aus.

Beim US-Elektroauto-Hersteller Tesla läuft die Produktion des Hoffnungsträgers Model 3 nach anfänglichem Stocken immer besser - und trotzdem sind die Anleger nicht allzu froh: Die Aktie verlor rund acht Prozent.

Neben dem neueren Model 3 produziert Tesla die Luxus-Limousine Model S und den E-SUV Model X. Im Gesamtjahr 2018 wurden rund 245 240 Autos ausgeliefert, mehr als doppelt so viele wie 2017.

Konzernchef Elon Musk hatte potenzielle Autokäufer kurz vorm Jahreswechsel dazu aufgerufen, sich Steuervorteile von 7500 Dollar nicht entgehen zu lassen. Über 3.000 Autos stünden noch im Lager, berichtete die Autonachrichtenseite Electrek gestern unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Zuvor hatte der Autobauer versichert, alles in Bewegung zu setzen, um Autos, die bis zum 20. Dezember bestellt würden, noch in diesem Jahr auszuliefern. Sollten Lieferschwierigkeiten das verhindern, wolle Tesla nach Angaben von Musk für die entgangenen Steuererleichterungen einspringen.

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