Ed Sheeran mit "Thinking Out Loud" unter Plagiatsverdacht

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Ed Sheeran wird vorgeworfen, sich für seinen Hit "Thinking Out Loud" beim Marvin-Gaye-Song "Let's Get It On" aus dem Jahr 1973 bedient zu haben.

Schon mit vier Jahren sang Ed Sheeran (27) Songs von Bob Dylan. Stanton teilte mit, es gebe "wesentliche Ähnlichkeiten zwischen mehreren musikalischen Elementen" der beiden Musikstücke. Die Anschuldigungen gegen den Popstar, Sony/ATV Music Publishing und Atlantic Records stammen von den Erben des verstorbenen Produzenten Ed Townsend (1929-2003), der gemeinsam mit Gaye "Let's Get It On" geschrieben hat.

Ed Sheeran hatte beim Fall von "Thinking Out Loud" eine Zurückweisung der Klage gefordert, kam damit aber nicht durch. Das soll nun eine US-Jury entscheiden - denn der Brite Sheeran wurde genau deswegen verklagt. Der Richter wies damit den Antrag Sheerans zurück, die Klage abzuweisen. Der Soulsänger selbst war 1984 von seinem eigenen Vater bei einem Streit umgebracht worden - einen Tag vor seinem 45. Geburtstag. In Deutschland schaffte es der Song bis auf Platz 6 der Single-Charts.

Sheerans Anwälte weisen die Vorwürfe zurück. "Let's Get It On" dagegen sei eine "sexuelle Hymne".

Eine Firma namens Structured Asset Sales (SAS) hat sie gegen Sheeran und seine Plattenfirmen eingereicht. Diese hält einen Anteil an den Urheberrechten des Gaye-Songs. Der Streitwert ist hoch: 100 Millionen US-Dollar (umgerechnet 88 Millionen Euro)!

2017 wurde ein weiteres Plagiat-Verfahren mit einem Vergleich beigelegt. Damals soll Sheeran den Refrain sowie 39 Noten eines Stücks zweier kalifornischer Songwriter geklaut haben. Ob seinerzeit Geld floss, ist nicht bekannt. Auf Youtube wurde er bisher mehr als 2,6 Milliarden Mal aufgerufen. Aufgenommen hatte er ihn 2014 für sein zweites Studioalbum mit dem Titel "x" (ausgesprochen "Multiply").

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