Wegweisende Kooperation:Apple gibt iTunes für Samsung TV frei

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So war das bisher, doch langsam ändert der Konzern seine Strategie.

Wer Apple-Dienste nutzen will, braucht dazu auch Apple-Hardware.

Der Schritt könnte ein weiterer Hinweis auf einen Strategiewechsel bei Apple sein.

Eddy Cue, bei Apple für Internet, Software und Dienstleistungen verantwortlich, sagte: "Wir freuen uns darauf, die iTunes- und Airplay-2-Erfahrung über Samsung Smart TVs noch mehr Kunden auf der ganzen Welt zugänglich zu machen, so dass iPhone-, iPad- und Mac-Nutzer eine weitere Möglichkeit haben, alle ihre Lieblingsinhalte auf dem größten Bildschirm in ihrem Haushalt zu nutzen." iTunes soll nahtlos mit den Smart-TV-Diensten von Samsung wie dem Sprachassistenten Bixby zusammenarbeiten.

Die neuen Samsung-Fernseher sollen auch Apples Airplay 2 unterstützen, mit dem Inhalte von Apple-Geräten gestreamt werden können.

Wir freuen uns darauf, iTunes und AirPlay 2 über Samsung Smart TVs noch mehr Kunden auf der ganzen Welt zugänglich zu machen. Die Service-Angebote funktionieren bislang nur auf den hauseigenen Geräten, und dienen folglich auch dazu, deren Absatz anzukurbeln.

Eine ähnliche Kooperation ist Apple nun auch mit Samsung eingegangen - im Gegensatz zum ROKR dürfte dem Konzern diesmal jedoch daran gelegen sein, dass die Partnerschaft auch langfristig Früchte trägt. So läuft Apple Music schon seit Ende 2015 auch auf Android-Smartphones und ist inzwischen auch auf Tablets verfügbar.

Auch Samsung kann von dem Deal profitieren: Apple hat in seiner iTunes-Plattform eine große Auswahl von Filmen in hoher 4K-Qualität. Welche Fernseher genau unterstützt werden, teilte Samsung noch nicht mit, doch durch ein Firmware-Update sollen auch Geräte des Modelljahrgangs 2018 dazugehören. Die App soll auf Samsungs 4K- und 8K-Fernsehern sowie den The Frame- und Serif-Lifestyle-TVs sowie andere UHD- und HD-Modellen laufen. Damit können Nutzer von ihren macOS- und iOS-Geräten Inhalte kabellos zum Fernseher übertragen, wobei das Audio-Buffering (gegen Netzwerkstörungen) gegenüber Airplay 1 verbessert wurde und die Multiroom-Steuerung jetzt auch für iOS-Endgeräte möglich ist.

Die Kooperation mit Samsung zeigt auch, wie sehr sich das Verhältnis der beiden Konkurrenten nach dem erbitterten Patentkrieg vor einigen Jahren entspannt hat. Apple hatte dem Smartphone-Marktführer vorgeworfen, Design und Bedienung des iPhone kopiert zu haben und die Unternehmen überzogen sich danach in vielen Ländern mit Klagen.

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