Das sind die Bedingungen

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Obwohl DAZN zum Beispiel für 110 Champions-League-Spiele geschätzte 100 Millionen Euro pro Saison zahlt. Nun plant das Portal offenbar einen Angriff auf die Bundesliga und indirekt auf Eurosport. Laut Deutschlandchef Thomas de Buhr erwägt der Anbieter, im kommenden Jahr ein Gebot für Live-Übertragungen abzugeben.

"Natürlich interessieren wir uns auch dafür, Highlight-Rechte halten wir ja schon", sagte de Buhr der "Sport Bild" und beschränkte sich dabei nicht allein auf die Erste Liga: "Die Bundesliga und auch die 2. Bundesliga sind für Sportfans im deutschsprachigen Raum enorm interessant, und wir werden uns ganz genau ansehen, in welcher Form diese Rechte auf DAZN abbildbar sind". Der Streamingdienst verlangt nämlich nur die Hälfte des Preises, zeigt dafür aber auch die Champions- und Europaleague, sowie viele andere Sportarten wie Basketball oder American Football. Im Achtelfinale sind etwa die Hinspiele Tottenham Hotspur gegen Borussia Dortmund (13. Februar) und Schalke 04 gegen Manchester City (20. Februar) in voller Länge exklusiv auf DAZN zu sehen. Der Streaming-Dienst zeigt auch die Spiele der Europa League sowie Partien aus den internationalen Topligen.

Für DAZN würde eher ein mittelgroßes Paket infrage kommen. Dann steht die nächste Vergaberunde für die Bundesliga-Rechte voraussichtlich auf dem Programm. "Am Ende des Tages müssen die Rechte für uns auch wirtschaftlich darstellbar sein, denn DAZN bietet den Fans Lieblingssport zu einem leistbaren Preis und ist jederzeit monatlich kündbar", sagt de Buhr.

Um das große Bundesliga-Paket, das der Pay-TV-Sender Sky hält, wird DAZN für den Zyklus 2021 bis 2025 (Vergabe wahrscheinlich 2020) vermutlich nicht mitbieten. Sky zahlt hingegen für 266 Erstliga- und 306-Zweitliga-Spiele insgesamt 876 Millionen Euro pro Saison.

Denn aktuell möchte man am Preis von 9,99 Euro pro Monat festhalten.

Solch hohe Kosten könnte DAZN wohl nicht stemmen.

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