Erst Shitstorm, dann Solidarität — NazisRaus bei Twitter

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Entgegen der vielen Hassbeiträge, ist auf Twitter auch eine Welle der Solidarität entstanden.

Hamburg. Mit dem Tweet "Nazis raus" löste die ZDF-Journalistin Nicole Diekmann auf Twitter einen Shitstorm aus -aber auch eine Welle der Solidarität.

Nicole Diekmann hat erst mal genug von Twitter. "Ich verabschiede mich für ein paar Tage". Ein ruhiger Start ins Jahr war es für Diekmann tatsächlich nicht.

Mittlerweile hat der Twitter-Beitrag vom 1. Januar über 15.000 Likes, wurde fast 4.000 Mal geteilt und beinahe 700-fach kommentiert.

Auf die Frage einer anderen Userin, wer denn für sie ein Nazi sei, hatte die Journalistin geantwortet: "Jede/r, der/die nicht die Grünen wählt". Unter anderem wird sie darin wüst beschimpft und beleidigt, bekommt sogar Morddrohungen und Vergewaltigungswünsche. Mein Tweet war die Reaktion auf eine Fangfrage. "#NazisRaus zu sagen, wann man will, wo man will, muss immer selbstverständlich sein", schrieb etwa Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD). "Dabei möchte sie es belassen und kein Interview geben", erklärte das ZDF auf DWDL.de-Anfrage und verwies in diesem Zusammenhang noch einmal darauf, dass Diekmanns Twitter-Account nicht vom ZDF betrieben werde.

Es war ein einfacher, kurzer Tweet mit den Worten "Nazis raus", der dafür sorgte, dass die Journalistin Nicole Diekmann seit Tagen unzählige Nachrichten bekommt. "Dennoch bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in solchen Fällen Unterstützung und Beratung von Unternehmensseite an".

"Die Äußerungen von Frau Diekmann sind aus unserer Sicht durch die Meinungsfreiheit geschützt und rechtfertigen in keiner Weise die Drohungen, denen unsere Mitarbeiterin ausgesetzt ist", betonte der ZDF-Sprecher.

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