Neue Gespräche im Handelsstreit: Trump erwartet "einen Deal" mit China

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Erstmals seit dem Burgfrieden zwischen Trump und Xi vor gut einem Monat reden Unterhändler wieder direkt miteinander.

Der Handelskrieg der USA mit China sorgt für große Unsicherheiten in der Weltwirtschaft.

Offenbar um die Märkte zu beruhigen, hatte US-Präsident Donald Trump am Vortag bereits verkündet, die Verhandlungen liefen "sehr gut".

China und die USA haben ihre jüngste Gesprächsrunde über eine Lösung des Handelstreits in Peking beendet. Im Zuge des Konflikts haben sich beide Seiten mit Strafzöllen überzogen. Die Gespräche liefen auf Arbeitsebene. Ein Durchbruch ist in Peking laut Beobachtern zwar eher nicht zu erwarten.

Die Gespräche werden weltweit mit Spannung verfolgt.

Die USA und China haben ihre Gespräche über eine Beilegung ihres Handelsstreits überraschend verlängert. Leiter der US-Delegation ist der Handelsexperte Jeffrey D. Gerrish, der sich zunächst nicht zu einem möglichen Deal äußern wollte.

Die Sonderzölle seien sehr schmerzhaft für China. Das gebe ihnen Anreiz zu Verhandlungen. Vielmehr sollten die Unterhändler den Weg für weitere Verhandlungen ebnen. Die USA beklagen mangelnden Marktzugang, Produktpiraterie, zwangsweisen Technologietransfer und staatliche Subventionen Chinas im Rennen um die globale Technologieführerschaft. Dafür könnten dann Chinas Chefunterhändler, Vizepremier Liu He, und der US-Handelsbeauftragte Robert Lightizer zusammentreffen.

Wie die Hongkonger Zeitung South China Morning Post berichtete, wird Trump auf dem Weltwirtschaftsforum vom 22. bis 25. Januar im Schweizer Davos "wahrscheinlich" mit Chinas Vizepräsident Wang Qishan zusammentreffen. Der enge Vertraute von Chinas Staats- und Parteichef gilt als erfahrener Krisenmanager, Wirtschaftsfachmann und politisches Schwergewicht in der kommunistischen Führung Chinas.

US-Präsident Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatten sich am 1. Dezember nach dem Gipfel der großen Wirtschaftsmächte (G20) in Buenos Aires auf einen vorübergehenden "Waffenstillstand" geeinigt. Bis dahin wird eine angekündigte weitere Erhöhung der US-Sonderabgaben auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar von derzeit 10 auf 25 Prozent ausgesetzt. So wurden die Importe amerikanischer Sojabohnen wieder aufgenommen und zusätzliche Zölle auf Autoimporte aus den USA aufgehoben. Chinas Regierung spielt auch seine umstrittene "Made in China 2025"-Strategie herunter, die mit staatlicher Hilfe auf eine Technologieführerschaft abzielt".

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