Trotz iPhone-Krise: Apple-Chef verdient deutlich mehr

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Der Konzern möchte die Produktion seiner iPhones verringern. Nur einer scheint von der Lage unbeeindruckt. Für den Zeitraum Januar bis März 2019 werde das eigentlich vorgesehene Volumen um rund zehn Prozent gekürzt, berichtete die "Nikkei Asian Review" am Mittwoch.

Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres, den Monaten Oktober, November und Dezember 2018, lief es dem iPhone-Hersteller weniger gut als prognostiziert. Zuvor sei mit 47 bis 48 Millionen kalkuliert worden. Die Apple-Aktie sackte daraufhin deutlich ab.

Trotzdem musste der Tech-Konzern kürzlich schlechte Nachrichten verkünden: Zwar hatte sich Apple im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr gut geschlagen, Aktionäre zuletzt jedoch mit einer seltenen Senkung der Umsatzprognose nervös gemacht.

Im Vorstand scheint davon nichts zu merken zu sein: Apple-Vorstandschef Tim Cook hat im vergangenen Geschäftsjahr gut ein Fünftel mehr Gehalt bezogen. Insbesondere die Sorge vor schwächeren iPhone-Verkäufen in China, die auch mit dem Handelsstreit zwischen den beiden weltweit größten Volkswirtschaften zu tun haben könnten, brachten Apple an der Börse stark unter Druck. Er strich damit 22 Prozent mehr Geld ein als im Vorjahr, wie Apple mitteilte. Damit steigerte er seine Einnahmen das zweite Jahr in Folge.

Das Einkommen setzte sich aus einem Basisgehalt von drei Millionen Dollar, den besagten Bonuszahlungen in Höhe von zwölf Millionen Dollar sowie 680 000 Dollar an "weiteren Kompensationen" zusammen.

In einem am Dienstag ausgestrahlten Interview des US-Finanzsenders CNBC bemühte sich Cook nun, grössere Bedenken zu zerstreuen. Auch hinsichtlich der Gespräche zwischen den USA und China im Handelsstreit sei er "sehr optimistisch".

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