N26 weiter auf Wachstumskurs: 300 Millionen US-Dollar eingesammelt

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Langfristig will der Gründer und Chef von N26, Valentin Stalf, nicht nur in den Vereinigten Staaten und in Europa erfolgreich sein, sondern N26 zur "ersten globalen mobilen Bank" aufbauen und damit eine "der größten Industrien umkrempeln".

Angestrebt werde für die nächsten Jahre eine Kundenzahl von weltweit 50 bis 100 Millionen. Allein in diesem Jahr wolle man die Kundenzahl von 2,3 Millionen auf mindestens fünf Millionen verdoppeln. Derzeit beschäftigt das Unternehmen mehr als 700 Mitarbeiter.

Das sind allerdings nicht die einzigen Pfeile, welche die Smartphone-Bank im Köcher hat, es gibt noch mehr zu berichten. Noch im ersten Halbjahr 2019 soll die App in den USA starten. Danach will das Unternehmen weitere Länder ins Visier nehmen. "Dabei denken wir an Australien, Brasilien, Kanada und Mexiko", so Stalf in dem WELT-Interview weiter. Erstmals hat N26 die Bewertung bekannt gegeben - sie liegt bei 2,3 Milliarden Euro. Die Runde wurde angeführt von dem US-Venture-Capital-Fonds Insight Venture Partners und GIC, dem Staatsfonds von Singapur. Bisher hat N26 mehr als 500 Millionen Dollar eingesammelt. Ein Problem sehe er darin nicht. Einerseits sollen Finanzprodukte wie Kredite in weiteren Märkten verfügbar werden, sagte Co-Founder Valentin Stalf in einem Interview mit TechCrunch. Das Unternehmen bezeichnet den Finanzsprung als "größte Private-Equity-Finanzierungsrunde für ein Fintech-Unternehmen in Europa in den letzten Jahren". Denn anders als viele andere Startups, die insbesondere dank der PSD2-Richtlinie das Angebot der Etablierten gut ergänzen können, stehen Player wie N26 und Revolut in Konkurrenz - und drohen, gerade die jungen technik-affinen Kunden, für die das Banking alter Schule einfach nicht mehr selbstverständlich ist, abzuwerben. Sich übernehmen zu lassen sei keine Option.

Vor nur etwa zehn Monaten holte sich die Challenger-Bank N26 mit 160 Millionen Dollar eine der höchsten Finanzierungsrunden für ein deutsches Startup. "Dafür sind wir schlicht zu groß".

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